Psychotherapie-Bern

Dr. phil. Karl Andres, Fachpsychologe für Psychotherapie FSP

Philosophie

Mein Anliegen besteht darin, ein wissenschaftlich begründetes, rationales Vorgehen mit Spiritualität zu verbinden. Was heisst das?


Die Psychotherapieforschung hat in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht: sie konnte belegen, dass Psychotherapie wirkt und dass psychotherapeutische Methoden verschiedener Schulen wirksam sind. Es gelang ihr auch, einzelne Bedingungen für eine erfolgreiche Therapie als Wirkfaktoren zu identifizieren. Dazu gehört insbesondere der Faktor der therapeutischen Beziehung.


Es stellt sich die Frage, wie eine gute therapeutische Beziehung zustande kommt. Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, damit die „Chemie“ stimmt? Diese ist wohl nur zu einem geringen Teil von der therapeutischen Methode abhängig. Die fachliche Kompetenz spielt sicher auch eine gewisse Rolle. Das reicht jedoch nicht aus: meines Erachtens kommt es überdies wesentlich auf die weltanschauliche Übereinstimmung zwischen den beteiligten Personen an, womit der Rahmen eines wissenschaftlichen Ansatzes im schulmedizinischen Sinn gesprengt wird. So kommt es z.B. darauf an, ob sich Klientin/Klient und Fachperson in Bezug auf die Nützlichkeit und Sinnhaftigkeit von Psychopharmaka einig sind und ob sie z.B. die Überzeugung teilen, dass Störungen Chancen darstellen, an ihnen zu wachsen, und nicht nur lästige Hindernisse darstellen, die es auf der Ebene von Symptomen zu bekämpfen gilt.


Ein zentrales Merkmal einer Weltanschauung sind Vorstellungen über den Tod, ein nachtodliches Dasein und Fragen von Inkarnation, Reinkarnation, Karma und Lebenssinn. Vielen Menschen ist es mittlerweile ein Anliegen, dass ihre diesbezüglichen Ansichten in einer Psychotherapie Beachtung finden, weil sie spüren, dass ihre Probleme mit diesen Fragen in enger Beziehung stehen. Hinsichtlich dieser Fragen hat die empirische Wissenschaft, wie sie in der Neuzeit entstanden ist, ausser ein Schulterzucken nichts zu bieten. Hier braucht es einen spirituellen, jedoch ebenfalls empirisch begründeten Hintergrund und einen Hintergrund, der sich ebenfalls rational begründen lässt. Ich versuche in meiner Praxis, diesem Anspruch gerecht zu werden.



Hier ist als PDF-Dokument ein ausführlicherer Text über meine Philosophie:
Philosophie Karl Andres

Wissenschaft kann die Komplexität des Lebens niemals ganz erfassen


Leben und Vergehen gehören zusammen und das Leben bleibt ein Rätsel, solange der Tod und das Nachher nicht gesehen werden


Es gibt magische Momente, in denen sich unsere Berufung und unser Lebenssinn erahnen lassen